Neue Gewohnheiten an bestehende knüpfen – Mit der kleinen Weberin Neues weben
Veröffentlicht am 26.12.2024Der 01.Januar steht vor der Tür und mit ihm die guten Vorsätze. Damit diese fruchten hab ich hier ein paar Tipps die ich und die kleine weise Weberin für Dich zusammengetragen, erforscht und als Ritual magisch verpackt haben. :-)
Lerne die kleine Weberin kennen – eine kleine weise Spinne, die mit Geduld und Kunstfertigkeit ihr Netz spinnt. Sie zeigt uns, wie wir Schritt für Schritt Stabilität, Harmonie und Flexibilität in unser Leben bringen können. Ihre Netze sind wie Gewohnheiten: Sie stützen uns, geben uns Halt und verbinden die verschiedenen Aspekte unseres Lebens. Die kleine Weberin erinnert uns daran, dass jeder Faden zählt. Mit ihrer Hilfe können wir neue Gewohnheiten wie feine Fäden in unser bestehendes Netz aus Gewohnheiten einweben – behutsam, achtsam und beständig. Lass dich von ihrer Weisheit inspirieren, dein Netz bewusst zu gestalten. Sie hält 4 Grundsätze für uns bereit:
1.Beginne klein
2.Knüpfe an bestehendes an
3.Binde es an Werte
4.Flexibles Material verwenden
Betrachten wir nun ihre 4 Grundsätze genauer.
1. Beginne klein: Das erste Netz spinnen
Wie die kleine Weberin ihr Netz Faden für Faden webt, können auch wir mit kleinen Schritten beginnen. Ein zu großes Ziel kann überwältigend sein, aber eine winzige Veränderung ist machbar – und der Anfang eines großen Wandels.
Tipp: Starte mit der 2-Minuten-Regel: Formuliere deine neue Gewohnheit so klein, dass sie in weniger als zwei Minuten umsetzbar ist. Knüpfe dann daran die größeren Schritte.
- „Statt ‚Ich mache täglich 20 Minuten Sport‘ starte mit ‚Ich tanze zu einem Lied wild, oder mache solange Situps bis das Lied vorbei ist‘“
- „Statt ‚Ich meditiere 15 Minuten täglich‘ starte mit ‚Ich meditiere jeden Tag beim Zähneputzen 2 Minuten' oder 'Immer wenn ich mir Kaffee mache, atme ich bewusst.'“
2. An bestehende Gewohnheiten anknüpfen
Die kleine Weberin befestigt ihr Netz an stabilen Punkten – wir können das Gleiche tun, indem wir neue Gewohnheiten an bestehende anknüpfen.
Tipp: Beobachte vor allem im alten Jahr deine bestehenden Gewohnheiten, auch die kleinen und alltäglichen. Viele sind Banalitäten, die wir kaum beachten: Kaffee machen, die Spülmaschine ausräumen, die Schuhe anziehen, den Lichtschalter drücken, auf die Couch setzen.
- „Nach dem morgendlichen Kaffee trinke ich ein Glas Wasser.“
- „Nach dem Zähneputzen meditiere ich 5 Minuten.“
- „Wenn ich die Schuhe anziehe, denke ich an eine Sache, für die ich dankbar bin.“
Wichtig: Achte darauf, dass die neue Gewohnheit zeitlich und räumlich gut zur bestehenden passt. Wenn du dir z. B. angewöhnen willst, täglich ein Buch zu lesen, knüpfe dies an einen Ort, an dem Lesen möglich ist, wie die Couch oder das Bett. Plane keine aufwendige Routine an eine schnelle Handlung wie Lichtschalter drücken.
3. Geduld und Werte: Das Netz verankern
Ein Netz entsteht nicht in einem Augenblick, und es wird nicht jeden Tag perfekt sein. Die kleine Weberin zeigt uns, dass Geduld und Werte die Grundlage für ein starkes Netz bilden.
Tipp: Verknüpfe deine Gewohnheit mit einem deiner tiefsten Werte.
- „Ich gehe jeden Abend spazieren, weil mir innere Ruhe wichtig ist.“
- „Ich schreibe jeden Morgen drei Dinge auf, die ich schätze, weil Dankbarkeit ein Grundpfeiler meines Lebens ist.“
Wenn ein Faden reißt, sei nachsichtig mit dir selbst – du kannst ihn immer wieder neu anknüpfen.
4. Flexibilität: Rückschläge akzeptieren
Die kleine Weberin zeigt uns auch, dass ein Netz nie starr ist. Es gibt nach, passt sich an und kann repariert werden. Rückschläge sind keine Fehler – sie sind Gelegenheiten, dein Netz zu erneuern. Wenn eine neue Gewohnheit sich gar nicht umsetzen lässt, prüfe ob die Gewohnheit an die Du sie knüpfen möchtest dafür geeignet ist. Vielleicht tust Du die alte Gewohnheit zu oft am Tag, oder an manchen Tagen, für die neue Gewohnheit. Dann wechsle vielleicht nochmal. Oder mach Dir einfach klar, das es ok ist auch mal auszulassen. Vielleicht ist es dennoch gut sich jedes Mal daran zu erinnern. Oder die neue Gewohnheit ist nicht wirklich von Wert für Dich. Prüfe nochmal. Vielleicht kannst Du den Wert auch nochmal stärken und vertiefen.
Tipp: Wenn du an einem Tag deine Gewohnheit nicht ausführst, mache am nächsten Tag weiter. Jeder neue Faden stärkt das Gesamtwerk. Und sei auch nicht allzu streng mit Dir.
Gewohnheiten ersetzen
Die kleine Weberin ersetzt natürlich auch mal einen alten kaputten Faden in ihrem Netz. Hast Du eine Gewohnheit die Dir keine Freude mehr bereitet oder Dir nicht gut tut? Dann nimm sie Dir zum Anlass, statt dessen eine neue zu integrieren. Immer wenn diese Gewohnheit greift, dann tue statt dessen die neue Gewohnheit. Der Impuls und die Zeit wird dann von der alten Gewohnheit für die neue genutzt. Das kann in einer Partnerschaft sogar die Gewohnheit des anderen sein, die man dann einfach immer mitmacht.
- „Wenn mein Mann am Abend fern sehen möchte, meditiere ich oder mache Yoga, statt ebenfalls fernzusehen.“
- „Wenn ich den Impuls habe durch Instagram zu scrollen, atme ich bewusst 10 mal ein und aus.“
Tipp: Manchmal werden wir eine Gewohnheit zwar nicht komplett ersetzen können, aber dennoch lohnt es sich etwas neues mit daran zu knüpfen. Es ist schon ein großer Erfolg, wenn jedes zweite mal nicht sofort dem Impuls den man überwinden möchte nachzugeben. Denn dies stärkt den Raum zwischen Reiz und Reaktion und bringt uns Freiheit.
"Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen." Viktor E. Frankl
Theorie wird Praxis
Soviel zur Theorie, jetzt liegt es an Dir. Am besten nimmst Du Dir immer nur eine Gewohnheit vor. wenn diese etabliert ist, kannst Du die nächste anfügen. Als Laxnerin hab ich natürlich auch ein kleines magisches Ritual für Dich, das findest Du Am Ende. Du kannst Dir aber auch Dein eigenes Ritual gestalten oder mit dem Gewohnheitstraker arbeiten. Genauso wie unser Gehirn neues Wissen schneller und leichter integriert, wenn die neue Information einen Anknüpfungspunkt im bisherigen Wissen bekommt, ist es auch mit neuen Gewohnheiten. Das verbinden mit einer bestehenden Gewohnheit ist wirklich von entscheidender Bedeutung und erleichtert das integrieren von neuen Gewohnheiten ganz enorm. Probiere es aus. :-)
Kompakte 5 Fragen, die zur Praxis führen:
Was soll Deine neue Gewohnheit werden?
Welcher kleine erste Schritt macht sie leicht umsetzbar?
An welche bestehende Gewohnheit kannst du sie anknüpfen?
Warum ist diese Gewohnheit für dich wichtig?
Welche Hindernissen sind vorherzusehen und wie könntest Du damit umgehen?
Magisches Ritual: Deine Gewohnheit knüpfen
Mit der kleinen Weberin kannst du deine Gewohnheiten magisch verankern. Dieses Ritual verbindet alle Punkte miteinander und hilft Dir Sie sie sichtbar zu machen und stärkt sie zusätzlich mit einem Knotenzauber. Es gibt aber unzählige Möglichkeiten. Lass Dir inspirieren.
Schritt 1: Erstelle ein Netz auf Papier für deine neue Gewohnheit
- Mindmap gestalten:
- Nimm ein Blatt Papier und gestalte eine Mindmap in Form eines Netzes. Schreibe die neue Gewohnheit in die Mitte und füge folgende Punkte hinzu:
- Deine Werte: Warum ist diese Gewohnheit wichtig für dich?
- Visualisierung: Was bewirkt diese Gewohnheit Positives in der Zukunft?
- Kleiner erster Schritt: Was ist ein einfacher Anfang?
- Ausdehnung: Wie kann sich diese Gewohnheit weiterentwickeln?
- Bestehende Gewohnheit: An welche etablierte Handlung kannst du sie anknüpfen?
- Nimm ein Blatt Papier und gestalte eine Mindmap in Form eines Netzes. Schreibe die neue Gewohnheit in die Mitte und füge folgende Punkte hinzu:
- Dreimal prüfen:
- Lege das Blatt für eine Pause zur Seite. Nimm es später wieder zur Hand und betrachte es neu.
- Stelle dir folgende Fragen:
- Ist die Gewohnheit noch stimmig für dich?
- Stehen die Gründe und die Zukunftsvision stabil?
- Ist die bestehende Gewohnheit, an die du sie anknüpfen möchtest, passend und verlässlich?
- Wiederhole diesen Prozess dreimal. Wenn alle Prüfungen gut verlaufen sind, ist die Gewohnheit bereit.
Schritt 2: Die Gewohnheit an den Faden heften
- Gib deiner Gewohnheit einen Titel:
- Schreibe den Titel der neuen Gewohnheit auf dein Netzblatt.
- Erstelle einen Verknüpfungszettel:
- Schneide einen kleinen, länglichen Zettel zurecht. Schreibe auf die rechte Seite des Zettels den Titel der neuen Gewohnheit und auf die linke Seite die bestehende Gewohnheit, an die du sie anknüpfen möchtest.
- Faden und Zettel verbinden:
- Befestige den Zettel an einem langen Faden, so dass die beiden Gewohnheiten Rücken an Rücken verklebt sind und an der Schnur kleben.
- Bewahre den Faden auf:
- Schneide den langen Faden in neun Stücke. Bewahre das Stück mit dem Zettel an einem Ort auf, der zur neuen Gewohnheit passt. Die übrigen acht Fäden legst du zusammen mit deinem magischen Netzblatt zur Seite.
Schritt 3: Knüpfe deine Gewohnheit
- Knoten im Faden:
- Immer wenn du die bestehende Gewohnheit erfolgreich mit der neuen verknüpft hast, knote einen Knoten in den Faden. Du kannst auch am Abend Deine Schnur zur Hand nehmen und einen Knoten machen.
- Verlorene Fäden erneuern:
- Falls du den Faden „verlierst“ (z. B. eine Pause einlegst), nimm einen der acht Ersatzfäden und knote ihn an. Sei aber dabei auch nicht zu streng. Gerade wenn es Gewohnheiten sind, die sich oft am Tag wiederholen, darf auch mal eins übersprungen werden. Da braucht es nicht sofort einen Ersatzfaden. Du kannst auch einmal am Abend entscheiden, ob der Tag erfolgreich war.
- Netz erneuern:
- Wenn alle Ersatzfäden aufgebraucht sind, prüfe deine neue Gewohnheit noch einmal. Falls nötig, wiederhole das Ritual, um dein Netz zu stärken.
Dein magisches Gewohnheitsnetz
Mit der kleinen Weberin als Begleiterin wird das Weben neuer Gewohnheiten zu einer kreativen und achtsamen Reise. Jeder Faden, den du spannst, verbindet dich mehr mit deinem bewussten Leben und stärkt dein Netz der Stabilität und Klarheit.
Starte heute mit einem kleinen Schritt – und lass die kleine Weberin dir zeigen, wie kraftvoll ein fein gesponnenes Gewohnheitsnetz sein kann.
Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir neue Impulse und Inspiration schenken, um deine eigene Schöpferkraft zu entfalten.